Irmela Wiemann. Traumapädagogik – Pädagogischer Alltag mit traumatisierten Kindern und Jugendlichen – Seminar in Basel

Weiterbildung im Sozialbereich

Traumapädagogik –
Pädagogischer Alltag mit traumatisierten Kindern und Jugendlichen

K27/01 (5-17.S-K-K27/01)

Einführung

Folgen von Traumatisierungen bei Kindern und Jugendlichen stellen Fachpersonen in ambulanten und stationären Einrichtungen vor grosse Herausforderungen. Mit dem Begriff Trauma ist nicht das Ereignis gemeint, sondern die Verwundung, die physiologisch im Körper und im Nervensystem des Menschen zurückbleibt. Frühe Traumatisierungen können zu zahlreichen Folgestörungen beitragen.

Betroffene können sich selbst nicht gut steuern und Konsequenzen ihres Handels schlecht einschätzen. Ihre frühe Gewissensbildung ist oft ungenügend ausgeprägt. Auf Herausforderungen reagieren sie häufig hilflos. Viele leiden unter Albträumen und nächtlichem Schreien. Manchmal genügen geringfügige Auslöser (Geruch, Geräusche, Empfindungen), um extreme Reaktionen, wie z.B. heftige Panik, Erstarren oder überschiessende Aggression auszulösen. So manches Kind, das sich einst überwältigt und ohnmächtig fühlte, ist »allergisch« gegen Fremdsteuerung und kämpft um seine Autonomie. Einige können sich in der Schule nicht »einfügen«, andere versuchen sich unsichtbar zu machen. Zugleich verfügen diese Kinder und Jugendlichen über Stärken, die ihnen das Überleben sichern.

Das Fachseminar bietet die Möglichkeit, sich mit zentralen Fragen der Traumapädagogik bzw. einer »trauma-heilenden Pädagogik« auseinanderzusetzen. Wie kann ich als Bezugsperson Kinder und Jugendliche mit traumatischen Erfahrungen besser verstehen? Wie kann ich angemessen auf sie eingehen? Wie können Kinder und Jugendliche stabilisiert und ihre Selbstheilungskräfte gestärkt werden?

Inhalte

  • Kindliche Reaktionsmöglichkeiten auf traumatische Ereignisse
  • Traumatisierte Kinder und Strafe
  • Traumatisierte Kinder und Schule
  • Resiliente Kinder und Jugendliche
  • Schutzfaktor: sichere Bindung
  • »Trauma-heilende« Pädagogik
  • Förderung der kindlichen Selbstheilungskräfte
  • Ichstärkung und Selbstbemächtigung
  • Kindern helfen, ihr »inadäquates« Verhalten zu verstehen

Zielgruppe

Das Fachseminar richtet sich an Fachpersonen in stationären und ambulanten Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe wie Heimen, Schulheimen, Tagesschulen, betreute Wohngruppen oder an Fachpersonen in Fachstellen für Pflegekinderwesen oder Familien- und Jugendberatungsstellen.

Datum/Zeit

3 Tage: Dienstag bis Donnerstag, 9. bis 11. Mai 2017
Jeweils von 09:15 bis 12:30 Uhr und von 13:30 bis 17:15 Uhr

Kursort

Fachhochschule Nordwestschweiz, Hochschule für Soziale Arbeit, Dornacherstrasse 210, CH-4053 Basel

Leitung

Kursleitung: Irmela Wiemann, Diplom-Psychologin, Familientherapeutin, Autorin,
T: +49 6474 91027, mail@irmelawiemann.de
Kursverantwortung: Marina Wetzel, M.Sc., Hochschule für Soziale Arbeit FHNW,
T: +41 61 228 52 02, marina.wetzel@fhnw.ch

Administration

Rahel Lohner-Eiche, T: +41 61 337 27 24, rahel.lohner@fhnw.ch

Kosten

CHF 1'040.00

Anmeldeschluss

9. April 2017


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