Irmela Wiemann. Pflege- und Adoptivkinder
– Auszüge aus Rezensionen

Das Adoptionsdreieck

Bis zur Einstellung der Seiten Mitte 2003 konnte die folgende Rezension direkt beim Adoptionsdreieck gefunden werden. Dieses Angebot besteht leider nicht mehr.

Die Diplom-Psychologin und Familientherapeutin Irmela Wiemann hat ein außergewöhnliches Buch zur Problematik von Pflege- und Adoptivkindern vorgelegt.
Aufmerksam wurde ich auf diese Arbeit durch eine massive Kritik aus den Reihen von Adoptiv- und Pflegeeltern, die sich mißverstanden und angegriffen fühlten.
Frau Wiemann schildert anschaulich und lebendig — teilweise geradezu spannend — Einzelfälle aus ihrer Praxis zu verschiedenen Familienkonstellationen: leibliches und Pflegekind mit den bekannten Schwierigkeiten der Zwei-Sorten-Familien; die schmerzhafte Trennung von einem Pflegekind; die Solidaritätskonflikte eines Kindes zwischen seinen beiden Familien; der Selbsthaß eines adoptierten Ausländerkindes; die abgebende Mutter, die auf »Offene Adoption« besteht ...
Das Besondere an dieser Arbeit ist die durchgängig straffe und zuverlässige Gliederung der einzelnen Fälle: Krisensituation, Rollenspiel mit allen Beteiligten und dann die Aufgliederung der Probleme mit Kommentierung über den Einzelfall hinaus. Dabei fällt auf, wie sensibel und verständnisvoll Frau Wiemann mit allen einzelnen Akteuren umgeht, ohne in den sentimental-kitschigen Jargon der Psycho-Szene zu fallen.
Die »notwendigen Schritte aus dem Konflikt« folgen. Sie sind differenziert und deutlich, ohne in Rezept-Erteilung zu verfallen. Jeder Einzelfall wird abgeschlossen mit der »veränderten Szene« — einer Szene, mit der jeder der Beteiligten wird leben können. Dabei greift die Autorin noch einmal ihre Rollenspielversion auf, mit der sie jeden »Fall« eingeleitet hat. (Diese Rollenspielsituationen sind sehr anschaulich und ansprechend von Ulrike Prange graphisch dargestellt worden.)
Ich habe dieses Buch mit großem Interesse und ebenso großer Neugier auf den nächsten »Fall«, die nächste Auflösung gelesen. Es ist für die gesamte Adoptionsszene ein Gewinn: sowohl (werdende) Adoptiveltern als auch abgebende Mütter, Adoptivkinder und Sozialarbeiterinnen werden es mit großem Gewinn lesen — und nicht nur einmal! Es lohnt sich, dieses Buch immer wieder zur Hand zu nehmen, nachzuschlagen, nachzulesen, die Fälle gedanklich zu vertiefen!
Prof. Dr. Christine Swientek


Christel Rech-Simon und Fritz B. Simon in Survival-Tipps für Adoptiveltern

Alle drei hier aufgeführten Bücher [Pflege- und Adoptivkinder, Ratgeber Adoptivkinder und Ratgeber Pflegekinder (IW)] sind u. E. empfehlenswert, weil sie sehr praxisorientiert sind. An Beispielen zeigt die Autorin, wie Probleme mit Adoptiv- und/oder Pflegekindern aussehen, wie der Hintergrund der Schwierigkeiten zu verstehen und erklären ist, was man tun kann, was man auf keinen Fall tun sollte, welche Fehler häufig gemacht werden usw. Eine Autorin mit langjähriger Beratungs- und Therapieerfahrung in diesem Feld, die jede Menge wertvoller Anregungen liefert.


Blickpunkt III/98 (Wunschkind e.V.)

Der Ratgeber Pflege- und Adoptivkinder von der Diplom-Psychologin und Familientherapeutin Irmela Wiemann, enthält zehn Beispiele von Pflege- und Adoptivkindern, deren Pflege- und Adoptivfamilien sowie der Herkunftsfamilien.

Die Autorin setzt zur Vorstellung ihrer Beispiele ein geschicktes Muster ein. Zuerst wird das Kind und dessen nähere Lebensumstände vorgestellt. Danach wird die Krisensituation, in der sich alle Beteiligten befinden erklärt und zusätzlich die Standpunkte sämtlicher Beteiligter graphisch dargestellt. Im Schwerpunkt werden die Gefühle, die Vorstellungen und Erwartungen aus den verschiedenen Perspektiven erörtert, um sich damit auseinanderzusetzen und einen besseren Umgang zu finden. Am Ende eines jeden Falles wird bildlich beschrieben, wie sich die Positionen der einzelnen Beteiligten geändert haben und welche, für alle tragbare Lösung herbeigeführt werden kann.

Eindringlich macht sie darauf aufmerksam, dass es bei Pflege- und Adoptiveltern zwei Elternpaare gibt, die kooperativ dazu beitragen können die Kinder zu selbstbewussten Menschen werden zu lassen, wenn diesen ermöglicht wird, Unterstützung von Beiden Seiten zu erfahren.

Das Buch ist übersichtlich und gut verständlich. Die zehn beschriebenen Fälle sind wohl überlegt ausgesucht, so daß es viele Unterschiede und nur wenige Überschneidungen in den Inhalten gibt.
Fazit: Zur Orientierung wirklich empfehlenswert.


Babyclub

An Hand von zehn Beispielen zeigt die Autorin typische Situationen, die mit Pflege- oder Adoptivkindern auftreten können. Diese Kinder haben zwei Elternpaare – das biologische und das soziale. Da diese Wirklichkeit die Kinder für ihr Leben prägen kann, ist es wichtig in was für einer Umgebung sie aufwachsen und sich zu einer stabilen Persönlichkeit entwickeln.


Die Kösters

Bei diesen beiden Büchern [Ratgeber Adoptivkinder und Pflege- und Adoptivkinder (IW)] handelt es sich schon fast um Standardwerke rund um das Thema Adoption bzw. Pflegschaft. Allerlei Interessantes über das Verfahren an sich, nützliche Adressen, sowie Tipps und Informationen.


Frankfurter Rundschau

Dieses Buch ist eine handfeste Hilfe für Paare, die sich auf das Zusammenleben mit einem fremden Kind einlassen wollen


AKF-Literaturdienst

Die Lösungswege sind gut nachvollziehbar, auf das jeweilige Beispiel sehr passend und dennoch leicht variierbar für eine evtl. eigene Situation. Das Buch ist ausgesprochen geeignet für Pflege- und Adoptiveltern bzw. solche, die es werden wollen, und alle Menschen, die mit Pflege- und Adoptivfamilien beruflich zu tun haben.


Publik-Forum

... liefert Erfahrungsberichte und praktische Hinweise für den Alltag in Adoptions- und Pflegefamilien, damit soviel wie möglich zugunsten der Kinder geschehen kann.


Familienbrief

... anschaulich, auch für den psychologischen Laien verständlich geschrieben.  ... es ist ein lesenswertes Buch


Hessischer Rundfunk

Irmela Wiemann setzt sich in ihrem Buch »Pflege- und Adoptivkinder« kompetent und umfassend mit all den viele spezifischen Problemen auseinander, die mit dem Status dieser Kinder bzw. deren Eltern zusammenhängen.


PATEN

Eine ermutigende Botschaft strahlt von der jeweils geschilderte Fall-Arbeit aus: mit Hilfe von Pflegeeltern-Gruppenarbeit, Seminaren, begleitender Beratung lassen sich zwangsläufig mit den Pflegeverhältnissen verbundenen Konflikte, Krisen und schwierigen Phasen erkennen, Lösungen entwickeln und Veränderungen herbeiführen.
Die Autorin verschweigt nicht, dass es schwierig ist, dass alle Beteiligten in Pflegeverhältnissen viel Leid, Trauer, Anfechtungen aushalten lernen müssen.
Dieses Buch wird allen Pflegeeltern und Interessierten sowie den Fachkräften gute Dienste erweisen, denn sie werden sich darin wiederfinden mit ihren Fragen und Zweifeln und einen Weg herausfinden, wenn sie sich den Botschaften der Worte öffnen.


Südwestfunk

Mithilfe der Fallbeispiele und den Lösungsmöglichkeiten aus den damit verbundenen typischen Konflikten kann eigentlich jedes Elternpaar seine spezifischen Probleme wieder finden.



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